Review: White Fence – I Have to Feed Larry’s Hawk

Tim Presley serviert wieder einmal künstlerisch wertvollen Garage Pop.

Die letzte richtige White Fence-Platte erschien 2014. Dazwischen fertigte Projektleiter Tim Presley ein Album mit Ty Segall und zwei mit Cate Le Bon als Drinks an. Nun kehrt er mit „I Have To Feed Larry’s Hawk“ (Drag City) zu White Fence zurück, das nun unter dem Titel Tim Presley’s White Fence firmiert.

Dabei stellt er seine sensationellen Fähigkeiten derart unter Beweis, dass es beinahe unangenehm ist. Jede Nummer hat einen anderen Ansatz, der Flow wird stets gebrochen. Unruhig rutscht man in seinem Ohrensessel herum, braucht lange, um das alles zu erfassen.

Dabei kann der Mann so wunderschön einfache Melodien fabrizieren, wie etwa auf dem poppigen „I Love You“. Oder auf „Phone“, das Fuzz-Gitarre und Piano zu grandiosem Sixties Psych vereint.

Doch das Komplizierte überwiegt. „Lorelei“ ist vertrackt, „Until You Walk“ verstolpert und schräg. Eine verhuschte Skizze ist „I Saw Snow Today“. Es gibt Ausflüge in den Punk („Neighborhood Light“) und den Rock’n’Roll („Forever Chained“).

Zerbrechlich präsentiert sich Presley auf „I Can See You“ und dem Titeltrack. Das abschließende Doppel „Harm Reduction (A) + (B)“ ist dann nur noch eine 15 Minuten lange Orgel-Spielerei, die beinahe zu viel des Guten darstellt.

Fazit: Hinterlässt Eindruck.

8

Fazit

8.0/10
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