Review: White Denim – Side Effects

Die achte Platte der Psych-Rock-Band aus Austin ist beinahe ein Best of-Album.

White Denim werden angeführt von James Petralli und Steve Terebecki, das Rundherum ist in ständiger Bewegung. So hat sich auch der Sound einem Flow unterworfen, ist vom geraden Rock früherer Tage zu etwas geworden, was auch den Flaming Lips gefallen würde.

Letztes Jahr gab es einen wilden Ritt mit „Performance“. Jetzt steht bereits „Side Effects“ (City Slang) im Regal, das insgesamt achte Album der Band aus Austin. Wenn man böse sein will, kann man hier von einer B-Seiten-Compilation sprechen.

Die Songs sind Überbleibsel vergangener Sessions oder existierten bisher nur als Ideen. Dabei reichen diese weit zurück. Die ersten Lyrics, die Petralli jemals für die Band geschrieben hatte, finden sich auf dem Opener „small talk (feeling control)“ wieder. Wir hören vertrackten Psych Rock, der prinzipiell auf der sonnigen Seite zu Hause, aber mit Knarzen und Fiepsen ausgestattet ist. Kennen wir so von „Performance“.

Petralli gab an, dass er sich gerne alte, nicht verwendete Songs im Auto anhören würde. Was okay ist, wird dann irgendwann weiterentwickelt. So ist die Platte sehr abwechslungsreich und deutlich weniger fokussiert als der Vorgänger.

Starke Nummern sind das cool rockende „Shanalala“, das beinahe sieben Minuten lange Jam-Stück „NY Money“ und das instrumentale „Reversed Mirror“, das es einen Platz zwischen Sixties Psych und Southern Rock findet.
Mit „Head Spinning“ gibt es sogar einen hektischen Punk-Kracher. „Introduce Me“ schließt mit scheppernden Drums und coolem Groove ab.

Fazit: Eher Best Of als B-Seiten-Sammlung.

8.3

8.3/10
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