Review: Wasted Shirt – Fungus II

Ty Segall und Brian Chippendale machen exakt das, was man von ihnen erwartet.

Ein Match aus dem Himmel: Garage-Rocker Ty Segall trifft auf Lightning Bolt-Drummer/-Sänger Brian Chippendale. Zusammen heißt man Wasted Shirt, bringt nun mit „Fungus II“ (Famous Class) ein erstes Album heraus.

Dass der Ty nicht nur melodische Indie-Punk-Songs schreiben kann sondern auch gerne mal die Sau rauslässt, kann man anhand seiner bisherigen Projekte GØGGS, The C.I.A. oder Fuzz nachprüfen. Und Chippendale, der haut eh überall drauf, was ihm unter die Sticks kommt. Deshalb: Wasted Shirt ist vom Papier her eine noise-punkige Sache. Schnell haben die beiden Herren die Vorahnung bestätigt.

„All Is Lost“ eröffnet mit Geschrei und dem erwarteten Chaos aus hektischem Schlagzeug und beißenden Riffs. „Zeppelin 5“ kreischt repetitiv vor sich hin und „First is my Ward“ kommt von irgendwo her, wo man sich besser nicht aufhalten möchte.

Doch Segall und Chippendale öffnen sich an mehreren Stellen. „Harsho“ versteckt einen zugänglichen Groove, während „Eagle Slaughters Graduation“ dahinfließt. Auch „Four Strangers Enter the Cement at Dusk“ brummt zunächst behäbig, bis der Wahnsinn entfesselt wird.

Mitten ins Gesicht springt uns „Double the Dream“ und der Titeltrack mit Denee Segall hat uns endgültig am Boden. Einen Garage-Rock-Track gibt es dennoch, „The Purple One“. Doch von Zugänglichkeit sind wir weiterhin deutlich entfernt.

Fazit: Nichts ist verloren.

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