Review: Warmduscher – Tainted Lunch

Die Küche hat geöffnet und serviert Schmackhaftes aus allen Ecken der Musikgeschichte.

2018 beendeten Warmduscher mit „Whale City“ ihre Experimentierphase. Wobei: In Wahrheit hatte sie gerade erst begonnen. Nur das LoFi-Geschredder vom Debüt „Khaki Tears“ war Geschichte, man schrieb straightere Songs, ließ sich dabei von unzähligen Stilen beeinflussen.

Das geht nun auf „Tainted Lunch“ (TheLeafLabel) weiter. Saul Adamczewski (Insecure Men, Fat White Family) ist nicht mehr dabei, dafür zwei Herren, die sich hinter den Pseudonymen Quicksand und Cheeks verbergen.

Dazu kommen mit Iggy Pop und Kool Keith große Namen. Musikalisch wird für jeden Song ein neuer Topf bereitgestellt. Auch wenn es beinahe unmöglich scheint, die Londoner wissen den Inhalt immer genießbar zu gestalten.

Nach dem Intro mit Iggy Pop gibt es auf dem Titeltrack antreibenden Garage Rock’n’Roll. Im Verlauf betreten wir den Dancefloor. „Midnight Dipper“ ist funky und überdreht, „Disco Peanuts“ gibt sich cool.

Mit „Fill It, Don’t Spill It“ wird dicker Glam serviert. Hip Hop gibt es mit „Burner“ und Kool Keith. Und weiter: Noise auf „The Chimp“, Lounge auf „Precious Thing“, chaotischer Garage Rock auf „Grape Face“, Funk auf „Dream Lotion“, wabernder Psych auf „Blood Load“ und R’n’B auf „Tiny Letters“.

Die Zutaten sind in Hülle und Fülle vorhanden, dennoch fühlen wir uns nicht übersättig, sondern fordern einen Nachschlag.

Fazit: Nicht zu üppig, angenehm zu konsumieren.

8.7

8.7/10
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