Review: Warm Drag – dto.

Vashti Windish (K-Holes) und Paul Quattrone (Oh Sees) liefern ein herausragendes Debüt zwischen repetitiven Synthie-Sounds und coolem Desert Psych ab.

Warm Drag bestehen aus Vashti Windish, die man u.a. von den K-Holes oder Golden Triangle kennt, sowie Paul Quattrone, der aktuell einer der beiden Oh Sees-Drummer ist und auch für !!! hinter dem Schlagzeug saß. Nun erscheint ihr selbst betiteltes Debütalbum via In The Red.

Zehn Songs sind enthalten, die sich allesamt als synthielastigen Garage Punk mit Desert Psych-Touch kategorisieren lassen. Quattrone setzt oft auf Drumcomputer und repetitive Sounds. Windish singt mal verärgert, dann wieder verträumt.

Parallelen zu anderen Duos lassen sich ziehen. Stellenweise fühlt man sich an die frühen The Kills erinnert, wie etwa auf dem mystisch schleichenden „Cave Crawl“. Dann taucht die Moon Duo-Assoziation auf, bedingt durch die atmosphärisch fließende Schlussnummer „Parasite Wreckage Dub“.

„The Wanderer“ steigt scheppernd in die Platten ein. Es kreischt und fiepst an allen Ecken und Enden, ohne jedoch zu unangenehm zu werden. „Cruisin‘ The Night“ treibt einnehmend dahin. „End Times“ ist saucool und sehr verrucht.

Gerne wechseln sich schnelle und langsame Tracks ab. Auf das aufwühlende „No Body“ folgt etwa das verträumte „Sleepover“ und dann quietscht „Lost Time“ herein. Der Hit der Platte ist der Wüstenausflug auf „Someplace I Shouldn’t Be“.

Fazit: Verdammt lässig.

8.6

Fazit

8.6/10