Review: Wand – Plum

Die Band um Cory Hanson wagt Neues und schafft dies erfolgreich. Psych Folk, Prog, Garage Rock – alles gelingt.

Für ihr viertes Album haben sich die Garage-Rocker von Wand neu organisiert. Zunächst wurde der Veröffentlichungszyklus überarbeitet. Nachdem die ersten drei Alben binnen 14 Monate rausgeschossen wurden, hat sich die Band nun zwei Jahre Zeit für „Plum“ (Drag City) gelassen. Zudem wurde das Power-Trio um Mastermind Cory Hanson und die Rhythmusgruppe Lee Landey sowie Evan Burrows erweitert. Robbie Cody ist als zweiter Gitarrist neu dabei, zudem wurde Keyboarderin Sofia Arreguin an Bord geholt.

Hanson hat weiter seine alleinige Songwriter-Tätigkeit aufgegeben und nun die komplette Band einbezogen. Das Ergebnis ist das ausgefeilteste Wand-Album bisher. Die knackigen Garage-Rocker gibt es weiterhin. Das leicht scheppernde „High Rise“ etwa oder „Bee Karma“, das aber auch viel Platz für ruhige Momente zulässt.

Das ist auch der Unterschied zu früheren Veröffentlichungen. Die Songs sind vielschichtiger und abwechslungsreicher. Sie entfalten sich in aller Ruhe, werden etwa gefühlvoll mit Klavier eingeleitet, wie der Titeltrack. Oder funktionieren gar als Mini-Rock-Oper, wie der Abschlusssong „Driving“. In „Blue Cloud“ hört man Kevin Morbys „City Music“ mitschwingen, „White Cat“ geht in Richtung Prog.

Hat man Wand früher wegen der Rohheit geliebt, sind es nun die zarten Psych-Folk-Trips mit „Charles de Gaulle“ und „The Trap“, die man zu schätzen lernt.

Fazit: Überaschend vielseitiges Album, dem man die vielen Köche nicht anmerkt. Das bisher beste Wand-Album.

 

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