Review: Wand – Laughing Matter

Cory Hanson verteilt Balsam auf unsere geschundenen Seelen.

Cory Hanson hat mit dem 2017er „Plum“ und der darauf folgenden „Perfume“-EP sein Set-Up für Wand gefunden. Aus dem Garage Rock-Trio wurde eine mehrköpfige Jam-Band, die Psych, Folk und Indie Rock auf epische Art und Weise kombinierte.

Die neue Platte „Laughing Matter“ (Drag City) kommt nun als Doppelalbum daher und führt den Gedanken über 15 Songs weiter. Hanson gab an, dass der Großteil der Tracks aus Jams heraus entstanden seien. Dies merkt man sehr deutlich.

Viele Nummern starten unvermittelt oder weisen diverse Ansätze auf. Manches ist auch bloße Skizze, wie „Hare“ oder „Bubble“. Herzstück sind „Wonder“ und „Evening Star“ zur Mitte der Platte.

„Wonder“ startet als dicker Rocker mit fuzzy Gitarren, entspannt sich dann etwas, wird zur tollen Indie Rock-Hymne, driftet dann wieder ab. Ein Song der 1000 Ansätze ist „Evening Star“. Immer wieder blitzt Garage Punk auf, wird dann aber schnell unter zerhackten Synthie-Spuren vergraben.

Neu ist der Hang zu großen, umarmenden Gesten, gepaart mit Gesang voller Weltschmerz. Nummern wie „Scarecrow“ oder „Thin Air“ kennen wir sonst nur so von Radiohead. Sie wirken beruhigend, alles wird gut.

Auf „Airplane“ und „Wonder (II)“ tritt Keyboarderin Sofia Arreguin das Mikro und das ist einfach so wunderschön. Mit „Lucky’s Sight“ erhalten wir matschigen Garage Psych von früher, auch „Walkie Talkie“ geht in diese Richtung.

Fazit: Episch groß.

It's only fair to share...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Pin on Pinterest
Pinterest
Email this to someone
email
Share on Tumblr
Tumblr