Review: Walrus – Family Hangover

Walrus liefern auf ihrem Debütalbum breit angelegten Indie-Rock mit etwas Sixties Psych.

Dan Mangan haben sie schnell überzeugt gehabt: Für das Debütalbum holte er Walrus gleich auf Madic Records. Nur nicht der Welt vorenthalten, diesen wundervollen, verzaubernden Indie-Rock. Vorschusslorbeeren gab es genug, von der Presse sowie von Mangan selbst. Jetzt ist die Platte der Kanadier da und heißt Family Hangover„.

Tatsächlich ist das Debüt ungeheuer einnehmend und setzt sich sofort im Kopf fest. Es ist breitflächiger, ausgefeilter Indie-Rock, groß arrangiert und professionell dargebracht. Zudem ist die Platte fett produziert, lediglich der Bass könnte etwas mehr im Hintergrund sein, wummert er doch teilweise sehr dominant.

Parallelen lassen sich zu den Beatles, Beach Boys und anderen Sixties-Psych-Größen knüpfen. Spacemen 3 wird vom Pressetext zitiert. Ja, kann man durchgehen lassen. Die „Sun Structures“-Platte von Temples schimmert auch etwas durch.

Die Einstiegsnummer „Later Days“ bietet zunächst zarten Psych, bricht dann um und wird verzerrter. „In Timely Fashion“ kann sowohl für die Indie-Disco als auch für verträumte Tage durchgehen. Der Titeltrack ist ein klasse Indie-Titel mit etwas spaciger Vertripptheit. „Step Outside“ bietet eine zuckersüße Melodie, die Streicher kommen hier besonders gut.

Doch Walrus wissen auch, wie es sich in der Garage anfühlt. „Regular Face“ und „Tell Me“ kommen beide etwas rauer daher. Ebenso das galoppierende „Glam“. Bevor das Album den Hörer komplett eingelullt hat, rüttelt es also noch etwas wach.

 

Fazit: „Family Hangover“ ist ein harmloser Spaß für die ganze Familie.

 

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