Review: Vuelveteloca – Sonora

Die chilenische Psych-Rock-Szene wird eher selten beleuchtet. Ein Fehler, wie das neue Album von Vuelveteloca zeigt.

Bereits vier Alben haben Vuelveteloca veröffentlicht. Dennoch ist die Psych-Rock-Band aus Chile eher ein unbeschriebenes Blatt. Mit dem fünften Album soll sich das nun ändern. „Sonora“ erscheint dazu auf dem renommierten Label Fuzz Club Records. Beste Voraussetzungen, um einen kleinen Boost zu erfahren.

Der ist auch gerechtfertigt, denn „Sonora“ ist eine großartige Platte geworden. Manchmal ist es mühsam, wenn Bands einen Song endlos ausdehnen. Die Improvisation gestaltet sich dann stellenweise zäh und als Hörer hofft man dann irgendwann, dass der Song bald zu Ende sein möge. Vuelveteloca beherrschen jedoch die Kunst des Jams perfekt.

Beinahe jeder Song endet mit einem Jam-Part. Gegen Ende ziehen die Gitarren noch einmal an und die Drums legen los. Gleich zu Beginn zeigt „La Niebla“, wie man solch eine Stelle anzulegen hat. Der Track beginnt in der Nähe von King Gizzard & The Lizard Wizard mit etwas mehr Fuzz. Langsam gleitet er dann in eine Improvisation über, die fulminant endet.

„Alta Montana“ bietet konventionellen Stoner mit heftigen Riffs. „Ataque Massivo“ schlägt dann einen anderen Weg ein. Es wird zurückhaltender, flächiger, auch der Gesang erhält etwas Sanftes. Doch dann kehrt die Wucht zurück und der Song driftet ab.

Diesen Trick gibt es noch bei „L.A.“ und „Tormento“. Mit „Carnaval“ und „Cientologia Y Altiplano“ erhalten wir die besten Riff-Rocker seit der 2015er Fuzz-„II“-Platte.

Fazit: Doomig, driftend, trippy und einfach nur fantastisch.

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