Review: Vivian Girls – Memory

Acht Jahre Pause haben keine Spuren hinterlassen. Der Pop-Punk hat mehr an Tiefe gewonnen, klingt dabei so frisch wie immer.

Nach dem 2011er „Share The Joy“ war es für die Vivian Girls genug. Die Mitglieder gingen auseinander, spielten ihren DIY-Pop-Punk bei anderen Bands, wie La Sera, Best Coast oder The Babies.

Cassie Ramone zog dann vergangenes Jahr nach Los Angeles, wo Katy Goodman und Ali Koehler bereits warteten. Man ging in den Proberaum, es funktionierte wieder und jetzt ist „Memory“ (Polyvinyl) da.

Als wären sie nie getrennt gewesen, spielen sie ihren Pop-Punk so harmonisch und dicht wie eh und je. Es ist der bekannte Sound, der über die achtjährige Pause nichts verloren hat.

Die Vivian Girls wissen zudem, Neues hinzuzufügen. Sie bandeln mit der Dunkelheit an, lassen einige Stellen energischer klingen. Auf „Sludge“ zaubern sie gar Noise in den Zweiminüter, verleihen ihm eine bedrohliche Note.

Neben den klassischen Vivian Girls-Tracks (etwa „Most Of All“ oder „Something To Do“) gibt es Drifts und endlose Flächen. „I’m Far Away“ ist sehr atmosphärisch, „Lonely Girl“ startet reduziert, fadet dann in Pop-Punk über und wird zupackend.

Besonders schön ist das psychige „All Your Promises“. Auch „Your Kind Of Life“ ragt mit seiner Catchiness heraus.

Fazit: Geglücktes Comeback.

8.4

8.4/10
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