Review: Vive La Void – dto.

Sanae Yamada von Moon Duo legt ihr Solo-Debüt vor. Es ist großartiger Synthie-Dream-Pop geworden.

In den Pausen zwischen zwei Moon-Duo-Alben oder Tourneen hatte sich Sanae Yamada an ihr Solowerk gesetzt. Über eine Zeitspanne von zwei Jahren arbeitete sie an ihrem Debüt, das nun unter dem Pseudonym Vive La Void erscheint. Sacred Bones Records veröffentlicht das selbstbetitelte Werk.

Yamada weiß natürlich, wie man einen Sog erzeugt. Diese Fertigkeit und ihr Talent, Synthies zu programmieren, machen die Platte zu einem Ereignis. Wir haben es hier mit Synthie-Psych zu tun, der mal in Richtung Dream Pop abgleitet, dann wieder technoide Facetten aufweist.

Die Beats pumpen, die Flächen breiten sich weit aus. Darüber legt sich die hallende Stimme von Yamada. Beachtlich, dass dieses Rezept für Träumereien ebenso funktioniert wie für verschwurbelt Düsteres.

„Matter“ steigt flächig und repetitiv ein. Auch beim Moon Duo wird das Konzept der Wiederholungen gerne verwendet, hier wirkt das ebenso spannend. Bei „Red Rider“ hören wir zum ersten Mal den außerirdischen Gesang, der hier den sehr mystischen und eingängigen Track begleitet.

„Death Money“ ist technoid aufpeitschend, „Smoke“ verträumt fiepsend. „Blacktop“ präsentiert sich düster und treibend. Mit „Devil“ erhalten wir ein über acht Minuten langes Stück, das sehr verspielt ist, aber dennoch gut anschiebt.

„Atlantis“ begleitet uns sehr ruhig aus dem Album. Der Track beinhaltet Field Recordings und ist vorwiegend loungig.

Moon Duo-Partner Ripley Johnson bereitet derweil gerade den Releases einer neuen Wooden-Shjips-Platte vor. Dort wird es dann gitarrenlastiger werden.

Fazit: Beachtliches Werk.

8.5

Fazit

8.5/10