Review: Versing – 10000

Seattle hat eine große Tradition hinsichtlich Gitarrenbands. Hier wird sie eindrucksvoll fortgesetzt.

Versing veröffentlichen ihr neues Album auf Hardly Art, einer Division von Sub Pop, diesem legendären Label, das so viele Gitarrenbands bekannt machte. Label und Band stammen aus derselben Stadt und zwar Seattle.

Mit „10000“ fügen sie der ruhmreichen Geschichte der dortigen Gitarrenbands ein neues Kapitel hinzu. Versing rücken das Instrument in den Vordergrund und lassen es dichte Wände aufbauen, noisig schrubbern oder locker slackern.

Das Vorgängeralbum hieß „Nirvana“, mit der legendären Band hat der Sound von Versing wenig gemein. Vielleicht eher noch mit Sonic Youth. Locker fließende Arrangements nehmen den Hauptteil ein. „Tethered“ ist etwa fantastisch, ebenso „Violeta“.

Doch es geht auch anders. „Entryism“ ist kraftvoll, bietet ruhige Synthie-Passagen, wird dann wieder mitreißend und psychig. „Offering“ ist nervenaufreibend, „Long Chord“ schief.

Garage Rock mit Psych-Elementen gibt es auf dem großartigen „Vestibule“. „Survivalist“ und „Loving Myself“ schrauben gegen Ende der 13 Tracks umfassenden Platte zurück. Zum Schluss wird es mit „Renew“ noch einmal punkig.

Fazit: In der Findungsphase, dennoch sehr nahe an der Perfektion.

8.6

8.6/10
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