Review: Various Artists – Brown Acid „The Sixth Trip“

Die Sammlung von raren Psych-/Prog-Tracks aus den 1960ern und 1970ern geht in die sechste Runde. Es sind wieder einige Perlen dabei.

„Brown Acid“ ist eine Compilation von frühen Punk, Proto Metal und Psych Rock-Tracks, die seit 2015 über das Label RidingEasy Records erscheint. Daniel Hall tut sich dafür in regelmäßigen Abständen mit Lance Baresi von Permanent Records zusammen, um nach Schätzen zu suchen.

Nun liegt die sechste Ausgabe vor. Scheinbar gibt es ein sehr ergiebiges Feld von unbekannten Bands und vergessenen Songs. Dabei beschränkt sich die Auswahl auf Nordamerika und der Zeitraum auf die 1960er und 1970er. Noch überraschender ist es, in welcher Qualität die Beiträge vorliegen. Das sind alles gute bis großartige Songs, ein Jammer, dass sie beinahe verschollen waren und eine Freude, sie nun hören zu können.

Überschrieben können alle Songs mit Heavy Rock werden. Wir hören frühe Metal-Versuche, Anleihen an Black Sabbath und Led Zeppelin, aber auch Punk-Skizzen. „No Parking“ von Gold ist so eine frühe Punk-Nummer, die sehr aufgekratztes Geschredder bietet.

Driftender legen es die Kanadier von Heat Exchange mit „Inferno“ an. Von vielen Bands existiert offiziell lediglich eine Single. Ob die Goldgräber jemals eine ganze Platte aufspüren können? Im Falle von Travis wäre das sehr wünschenswert, den ihr „Lovin‘ You“ ist wundervoll eingängiger Psych.

Auch Backwood Memory sind mit „Give Me Time“ auf der melodischen Seite unterwegs. Mächtig groovend wird es mit Truth & Janey und „Midnight Horseman“, von denen es tatsächlich Longplayer gibt. Purgatory mischen auf „Polar Expedition“ etwas Southern Rock bei, Zendik experemtieren auf „Is There No Peace“ mit Prog.

 

Fazit: Wieder eine sehr gute Zusammenstellung, kann man bedenkenlos zugreifen.

8.1

Fazit

8.1/10