Review: Unsane – Sterilize

Blut auf dem Cover, drinnen stoischer Noise-Rock: Warum sollten Unsane daran auch nach knapp 30 Jahren etwas ändern?

Schon die erste Plattenhülle von Unsane drückte gewaltig auf den Magen. Damals auf dem Cover: Ein von der Eisenbahn überrolter Mann, der Kopf sauber abgetrennt, ein kleiner Blutbach als Verzierung daneben. Auf „Sterilize“ (Southern Lord) sehen wir jetzt Blutspritzer auf Metall.

Es ist das insgesamt achte Studioalbum der Noise-Rock-Band aus New York. Im bald 30. Jahr ihres Bestehens hat sich am Sound nicht viel geändert. Seit Mitte der Neunziger ist das Trio Chris Spencer (Vocals, Gitarre), Dave Curran (Bass), Vincent Signorelli (Drums) zusammen und schon immer gab es kompromisslosen, treibenden Noise Rock.

Den bekommen wir auch auf „Sterilize“. Die zehn Songs zeigen, dass die Band keine Alterserscheinungen aufweist, geschweige denn etwas Brutalität herausnehmen würde. Wir haben es hier wieder mit sehr dichtem Noise zu tun, die Lyrics von Spencer bekommt man vor die Füße gespuckt.

„Factory“ startet flächig, aber brutal und auf den Punkt. Sludgig wird es mit „The Grind“. Besonders große Momente werden erschaffen, wenn der Bass in den Vordergrund geholt wird, wie etwa auf „No Reprieve“ und „A Slow Reaction“. „We’re Fucked“ trägt das Ergebnis im Namen. Mit dem beinahe schleichenden „Avail“ lassen Unsane dann von uns ab.

Fazit: Klassische Unsane-Platte. Wie immer wütend, dicht und großartig.

It's only fair to share...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Pin on Pinterest
Pinterest
Email this to someone
email
Share on Tumblr
Tumblr