Review: Unsane – Improvised Munitions & Demo

Die New Yorker Noise-Rocker finden ihr verschollen geglaubtes 1989er Debüt wieder.

2019 hatten sich Unsane aufgelöst, 30 Jahre nachdem „Improvised Munitions“ hätte erscheinen sollen. Hätte, denn das offizielle Debüt der New Yorker war lange verschollen. Die wilde Geschichte dreht sich um Labelbosse, die mit Aufnahmen verschwinden und Junkies, die Wohnungen ausräumen.

Sänger/Gitarrist Chris Spencer konnte das Werk nun aber bei einem Sammler ausfindig machen und es endlich in seiner ursprünglichen Form via Lamb Unlimted auflegen.

Die originale Tracklist deckt Stücke ab, die wir von anderen Releases kennen. Ein paar Songs finden sich auf dem selbstbetitelten 1991er Album wieder, andere gab es in Form von Single-Veröffentlichungen. Nachdem die damaligen Aufnahmen verschwunden waren, musste man neu einspielen.

Somit klingen die „Improvised Munitions & Demos“ bekannt, aber ein wenig anders. Etwas roher, etwas lauter, ein Stück weit matschiger. Aber dadurch auch unmittelbarer. Tut dem Noise Rock von Unsane nur gut. „Cracked Up“ kommt noch energischer daher, „Cut“ reibt mehr auf Nerven auf.

Zu den sieben Songs haben Unsane noch vier Demo-Tracks aus dem Jahre 1988 gepackt. Bisher unveröffentlicht, zeigen sie die wahren Ursprünge einer Band, die wusste, dass sie Noise Rock machen wollte, aber nicht wie sie ihn anlegen sollte. Punkiger („What is This?“) oder sperriger („Wastd Time“)?

Unsane war eine tolle Band, diese Wiederentdeckung rundet das Gesamtbild sinnvoll ab. Sie waren von der ersten Sekunde an super, das ist jetzt hoffentlich allen klar.

Fazit: Ein schönes Paket.

Unsane - Improvised Munitions & Demo

8.4

8.4/10
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