Review: Uncle Acid & The Deadbeats – Wasteland

Das fünfte Album der Doom-Metal-Psych-Band beschäftigt sich mit der Post-Apokalypse.

Uncle Acid & The Deadbeats legen jedem Album ein Horror-Thema zugrunde. Auf dem neuen Werk „Wasteland“ (Rise Above Records) wird eine Dystopie behandelt. Die Menschheit ist dahingerafft, Ghouls bevölkern die Erde. Visionen, wie sie John Carpenter und George Romero hatten.

Deren Einfluss spürt man auch im Sound. Er entfernt sich zwar nicht allzu weit von der bekannten Uncle-Acid-Formel, bedeutet schwerer Doom mit hellem Gesang, doch es sind neue Nuancen bemerkbar. Die Riffs deuten mehr in Richtung Glam Rock, das Keyboard ist dominanter und ein einer Stelle meldet sich gar eine Trompete. Same same but different, aber auch nicht zu different.

Frontman Kevin Starrs gab an, sich nach der Fertigstellung der Aufnahmen übergeben zu haben, soviel schien ihm die Platte abverlangt zu haben. Diese Hingabe ist deutlich spürbar. Das Album ist bis ins letzte Detail ausgefeilt. Kaum eine Band vermag solch eine Stimmung zu erzeugen und sie über die Laufzeit zu halten.

„I See Through You“ führt eine bedrückende Atmosphäre ein. Synthie-Sounds und Einspieler führen heran, dann bricht der Signature-Sound los. Er erscheint etwas aufgelockerter, nicht gar so zupackend wie zuletzt.

„Shockwave City“ setzt auf ausufernde Soli. „No Return“ ist dann sehr wuchtig, schwerfällig und finster. Es folgen knackige und schnelle Nummern. „Blood Runner“ zitiert frühen Metall, „Stranger Tonight“ gibt sich sehr zugänglich.

Der Titeltrack eröffnet ungewöhnlich. Die Nummer ist zunächst akustisch und balladesk. Zur Mitte setzt ein verstörender Part ein, der bis zum Ende immer chaotischer wird. Bei „Bedouin“ gibt’s dann die angesprochene Trompete, auch eher bisher nicht im Uncle Acid-Kanon verankert. Die Schlussnummer „Exodus“ ist dann wieder episch und behäbig.

Fazit: Ein apokalyptisches Meisterwerk!

9.2

Fazit

9.2/10