Review: Ulrika Spacek – Suggestive Listening

Weniger als ein Jahr nach ihrem letzten Longplayer gibt es neues Material der Briten. Es ist reduzierter und luftiger ausgefallen.

Im Juni letzten Jahres hatten Ulrika Spacek das detailverliebte Post-Punk-Psych-Album „Modern English Decoration“ veröffentlicht. Oft wuchtig vorgetragen, widmeten sich die Briten dichten Soundwänden. Die Songs waren perfekt durchchoreografiert, teils zu perfekt.

Das ändert sich nun auf der Nachfolger-EP „Suggestive Listening“ (Tough Love). Die fünf neuen Songs schlagen mehr in Richtung Post Punk aus und sind sehr luftig gestaltet. Die Einfachheit hat Einzug gehalten. Simple Melodien, klare Strukturen, reduzierte Instrumentierung, eine sehr befriedigende Herangehensweise, die man sich stellenweise auch für den Vorgänger gewünscht hätte.

„No 1. Hum“ ist reduziert klimpernd und ungeheuer eingängig. Auch „Black Mould“ ist eher ruhig und melodisch. Mit „Freudian Slip“ wird es dann schräg experimentell. Diese Nummer fällt etwas heraus, zeigt aber, dass die Band sich weiterhin gerne ausprobiert.

Einmal erhalten wir klassischen Psych und zwar mit dem treibenden „Lord Luck“. „Wave to Paulo, he’s not there“ ist dann noch einmal sehr soft.

Fazit: Angenehm neuer Ansatz.

7.4

Fazit

7.4/10