Review: TV Priest – Uppers

Frisch gegründete Post Punk-Band aus London, noch in der Findungsphase.

2019 fanden vier alte Freunde wieder zusammen. Man hatte schon zuvor miteinander Musik gemacht und es funktionierte auch beim Re-Start. TV Priest waren geboren.

2020 hätte dann das Jahr der Londoner werden sollen. Einen ersten Gig hatte man absolviert, doch dann schlug das Coronavirus zu. Schwamm drüber, nehmen wir halt unser Debütalbum auf, dachten sich TV Priest. Und so liegt nun „Uppers“ (Sub Pop) vor.

Die Band spielt Post Punk, der die Nähe zu The Fall oder Protomartyr sucht, sich dann wieder entfernt. Nach furiosem Beginn nimmt die Platte leider im Verlauf ab und begibt sich im hinteren Drittel in allzu beliebige Sphären. Fast schon Emo-Rock, was da auf „Saintless“ daherkommt, jedenfalls dramatischer Indie Rock.

Davor gibt es ein paar Highlights. Alleine dieser Auftakt, mit dem noiseig brodelnden „The Big Curve“ und dem zwingenden „Press Gang“. Das kühle „Leg Room“ überzeugt ebenfalls. Es entsteht ein Sog, der mit dem Ambient-Interlude „History Week“ leider unterbrochen wird.

Danach gibt es mit „Decoration“ zwar noch einen Hit, der Rest gerät aber arg zahm. Ist ja gut, sie haben noch Zeit, sich zu finden.

Fazit: Schon weit, aber dennoch noch am Anfang.

TV Priest - Uppers

7.3

7.3/10
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