Review: Triptides – Visitors

Auf ihrem sechsten Album holt die Band aus Los Angeles alles aus dem Sixties Psych Pop heraus.

Der Sound der Triptides war schon immer sehr warm und melodisch angelegt. Ihre Spielwiese war stets der Sixties Psych, und davon eher der poppige Teil. Dies hat sich auch mit dem sechsten Album, „Visitors“ (Requiem pour un twister), nicht geändert.

Jedoch holen sie mehr heraus als je zuvor. Die Instrumentenauswahl ist angewachsen, die Melodien sind abwechslungsreicher. Glenn Brigman und Josh Menashe, die den Kern der Band ausmachen, haben ihr Zusammenspiel perfektioniert. So entstehen oft mehrere Schichten und auch komplette Richtungswechsel innerhalb eines Songs gehen leicht von der Hand.

Die Ideen sind zahlreich und so ist die Laufzeit der Platte so lang, dass das Label nicht alle Songs auf der Vinyl unterbrachte. Um die gesamten zwölft Tracks zu erhalten, muss eine separate 7-Inch mit „Heavy Cloud / My Friend“ via Croque Macadam erworben werden.

„All My Life“ bietet einen sehr melodischen Auftakt und entführt uns direkt an einen sonnigen Strand. „When Will I See You Again“ kommt sehr zart und zebrechlich daher. Dieses Gefühl wird an späterer Stelle mit „Saturday Far Away“ wieder aufgenommen.

Der Titeltrack wartet mit einer wundervollen Orgel auf und ist versponnen psychig. Bevor es zu einlullend wird, kommt „Flashing Before Your Eyes“ mit Tempo heran. „Heavy Cloud“ ist schön fuzzy, „Sunday In The Park“ verstrahlt.

„The Illusion“ ist etwas rockiger. Auf „Mary Anne“ begeistert die Flöte, „My Friend“ überzeugt mit seiner Fluffigkeit. „Child Of God“ lässt die Platte beschwingt und beinahe euphorisch ausklingen.

Fazit: Wunderschöne Platte.

8.3

Fazit

8.3/10