Review: Triptides – Afterglow

Magical Mystery Tour 2017: Die Triptides legen ein wunderschön verträumtes Sixties-Psych-Album vor.

Afterglow“ ist das mittlerweile fünfte Album der Triptides. Kaum zu verstehen, warum diese Band so lange unbeobachtet musizieren musste. Vielleicht ändert sich das ja mit der neuen Platte. Die Triptides haben sich mittlerweile in Los Angeles niedergelassen, was ja zu ihrem „sun-warped Psych“ passt. Das Duo Glenn Brigman und Josh Menashe ist auf ein Quartett angewachsen. Dylan Sizemore ist jetzt am Bass, Shaughnessy Starr an den Drums. „Afterglow“ wurde dennoch als Duo eingespielt.

Dabei wurde die übliche Instrumentierung um ein Mellotron und eine 12-String-Gitarre erweitert. Eine Farfisa komplettiert die Annäherung in Richtung Sixties Psych. Der ist auf „Afterglow“ dann auch so perfekt wie nie zuvor geraten. Analog aufgenommen strahlt die Platte diese Wärme aus, die man auch aus Alben der damaligen Zeit kennt. Zudem ist das so schön rund aufgenommen und nuanciert produziert.

Man fühlt sich einerseits in eine warme Decke eingewickelt, sieht sich andererseits aber auch am Strand. „Summer Is Over“ heißt der erste Track. Falsch, der Sommer beginnt genau hier. „Rewind“ umschmeichelt zart und macht einen glücklich. So geht es weiter: harmlos, aber wunderschön. Etwas aus dem Rahmen fallen die trippy „Invitation“ und „What For“, das Letztere ist auch sehr psychig und ausufernd. „Resolve“ ist etwas hektischer ausgefallen, stört aber kaum.

Highlights sind die catchy Hit-Single „Invitation“ und der Titeltrack am Ende der Platte, welcher traumhaft ausschwingt und den Hörer mit einem Lächeln im Gesicht zurücklässt.

 

Fazit: Wunderbarer, verträumter und sonniger Sixties Psych. Sehr nah an Beatles & Co., aber das muss kein Fehler sein. Eine Platte aus einem Guss.

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