Review: TOBACCO – Hot Wet & Sassy

Mehr Cyndi Lauper als Butthole Surfers auf dem vierten Album von Tom Fec.

Tom Fec hatte in der Vergangenheit mit sich zu kämpfen. Schöne Melodien waren bisher seinem Projekt Black Moth Super Rainbow vorbehalten, hatten aber keinen Platz bei TOBACCO. Das verhinderte ein Teufelchen auf seiner Schulter. Für seinen neuen Release verscheuchte er es aber.

„I went from ‚what would the Butthole Surfers do?‘ to ‚what would Cyndi Lauper do?'“, beschreibt der Musiker aus Pittsburgh die Herangehensweise an sein viertes Album „Hot Wet & Sassy“ (Ghostly International).

Natürlich ist die Platte weit davon entfernt, Charts-Musik zu sein. Es ist eine sanfte Weiterentwicklung, die auf dem Wunsch nach Melodischem fußt. Weiterhin schwurbelt der Elektro knarzend durch die Gegend, hat wuchtige Beats und verzerrte Stimmen zu bieten.

Doch so balladeske Nummern, wie etwa „Jinmenken“ oder „Perfect Shadow“, haben wir so von TOBACCO bisher noch nicht gehört. Die typische Weirdness ist da, aber poppige Akzente halten vermehrt Einzug. „Centaur Skin“ ist etwa eine klassische TOBACCO-Nummer, polternd, wuchtig, wurde aber um helle Flächen ergänzt.

„Pit“ hat Wumms, ist dennoch wunderschön. „Headless to Headless“ präsentiert sich vertrackt, aber auch zugänglich. Das Alptraumhafte ist beinahe verschwunden, kehrt auf „Babysitter“ zurück, das Trent Reznor featured und auch auf „Body Double“ erwarten uns Abgründe.

Wundervoll ist „Stabbed by a Knight“, das zwischen Fuzz Rock und Lullaby landet. „Motherfuckers 64“ serviert einen saucoolen Beat und „ASS-TO-TRUTH“ ist herrlich verträumt.

Fazit: Poppiger wirds wohl nicht mehr.

8.4

8.4/10
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