Review: The Willowz – Fifth

The Willowz kehren mit ihrem ersten Album seit acht Jahren zumindest ein Stück weit zu ihren Punk-Wurzeln zurück.

Und dann landeten die Punks von The Willowz schließlich mit „Everyone“ auf Dim Mak Records, dem Label von Großraumdisco-DJ Steve Aoki. Werbespot-Einsätze waren bis dahin schon eine regelmäßige Einkommensquelle, doch die Maschinerie lief dann erst richtig an. Das Album an sich war dick produzierter Pop-Punk mit ein paar rauhen Stellen.

Acht Jahre später gibt es ein neues Album von The Willowz, das insgesamt fünfte und es heißt auch so: „Fifth“ (Thrill Me Records). In der Zwischenzeit waren die Bandmitglieder anderweitig tätig und erklären damit die lange Pause. Sänger Richie James Follin begleitete unter anderem die Cults, bei denen seine Schwester tätig ist. Den Einfluss dieser Band hört man auch auf „Fifth“ heraus. Das Poppige haben sich die Kalifornier auf jeden Fall bewahrt, doch eine Besinnung auf ihre Punk-Wurzeln ist sehr deutlich.

„Don’t Let Them See“ ist noch flächiger Neo-Psych, doch „See You Again“ bietet dann einen krachenden Garage-Blues-Rocker mit Kanten an. Nach dem fuzzigen Power-Pop auf „Just Can’t Wait“ wartet direkter LoFi-Punk mit „Never Let You Go“. Der Track „Ana Lee“ schlägt in die gleiche Kerbe und weist damit darauf hin, dass der Mainstream jetzt erstmal egal ist.

„Now You Know“ zeigt, dass The Willowz immer noch einen Hit schreiben können. Interessanter ist jedoch „Anyways“ mit seinem zurückhaltenden Psych-Folk und den Space-Anleihen.

Fazit: Geräuschloses Comeback einer Hit-Band, das aber eine schöne Platte ergeben hat. Abwechslungsreiches und ungeglättetes Werk, das einem nicht peinlich sein muss.

 

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