Review: The Utopia Strong – dto.

Ein Ex-Snooker-Profi trifft auf erfahrene Sound-Experimentalisten und fabriziert mit ihnen kosmische Klänge.

Steve Davis machte sich in den 1980ern beim Snooker einen Namen, seine Leidenschaft galt aber auch immer der Musik. 2017 spielte er mit Kavus Torabi (u.a. Gong, Guapo) ein DJ-Set. Michael J. York (u.a. Coil, Cyclobe) stieß dazu und kurze Zeit später war The Utopia Strong gegründet.

Man experimentierte mit modularen Synthesizern und legt die Ergebnisse nun auf dem selbstbetitelten Debütalbum (via Rocket Recordings) offen.

York bringt dabei seine Fähigkeiten am Dudelsack ein. Die entlockten Geräusche legen sich gut zwischen Synthie-Linien, rücken die Tracks mehr in Richtung Langsamkeit.

Wir haben es hier mit elektronischem Kraut zu tun, Cosmic Ambient Trance, wenn man so will. Die Songs ordnen sich zwischen meditativ und forsch ein, zwischen offen und experimentell. Der Beginn ist mit „Emerald Tablet“ schon recht angespannt, wird dann mit „Konta Chorus“ ins Dringliche geleitet.

Nach der Soundfläche „Swimmer“ folgt ein experimenteller Part, der auf „Transition To The Afterlife“ in Dunkelheit mündet. Geöffnet wird die Platte wieder mit dem zehn minütigen „Brainsurgeons 3“. Wir landen in einem leicht pushenden Trance-Stück.

„Do You Believe In Two Gods?“ gibt sich stampfend. „Moonchild“ ist dann wieder mehr dem Ambient zugeneigt. Katharina Black lässt ihre Stimme durch die leere Fabrikhalle wehen.

Fazit: Ambitioniert und vielschichtig.

7.8

7.8/10
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