Review: The Underground Youth – The Falling

Die Post-Punks versammeln sich am Lagerfeuer.

Die Pandemie trieb/treibt uns alle in die Isolation. So auch The Underground Youth, die sich vergangenes Jahr an den Nachfolger zum fantastischen 2019er „Montage Images Of Lust & Fear“ machen wollten. In seiner Berliner Wohnung besann sich Craig Dyer auf seine Anfangstage mit The Underground Youth und begann sehr persönliche, reduzierte Songs zu schreiben.

Damit ging für „The Falling“ (Fuzz Club), das insgesamt zehnte Album von The Underground Youth, ein Stilwechsel einher. Zuvor hatte man sich zwischen Neo Psych und Post Punk angesiedelt, zeigte sich dabei immer recht düster.

Das Dunkle schwingt auch auf der neuen Platte mit, wird aber eher in ein Folklore-Szenario überführt. Cowboy-Musik und Folk sind nun die Anker. Die Arrangements sind ruhiger, dabei weiterhin sehr dicht. Nur ist es nun nicht mehr die hallende Gitarre, die Stimmung erzeugt, sondern Violine oder Mundharmonika.

Die Songs wirken wir ein Soundtrack zu einem Film über Leidenschaft und Verlorenheit, angesiedelt in einer Neo Western-Kulisse. Schon mit dem eröffnenden Titeltrack wird die Fährte gelegt, auf der man schlussendlich bleiben wird.

Die Tracks treiben dahin, das Lagerfeuer knistert im Hintergrund, davor erzählt Dyer mit tiefer Stimme aus seinem bewegten Leben. Toll dabei das zerbrechliche „A Sorrowful Race“, fantastisch das walzende „For You Are The One“.

Fazit: Egal ob Neuorientierung oder einmaliger Wurf, eine schöne, eindringliche Platte.

The Underground Youth - The Falling

8.4

8.4/10
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