Review: The Underground Youth – Montage Images Of Lust & Fear

Die Psych-Band wächst näher zusammen und präsentiert ihre bisher beste Platte.

Auch mit dem neunten Album kann man noch Neues versuchen, dachten sich The Underground Youth. So erarbeitete sich die in Berlin ansässigen Band „Montage Images of Lust & Fear“ (Fuzz Club Records) gemeinsam, anstatt auf vorgefertigte Ideen von Frontman Craig Dyer aufzusetzen.

„Das Album wurde live aufgenommen. Dabei wechselte Gitarrist Leo (Kaage) zwischen Mischpult und Aufnahmeraum“, schildert Dyer den Entstehungsprozess. Dadurch gewinnt die Platte natürlich an Intensivität, die in diesem Fall beinahe unerträglich bedrückend ausfällt.

Für weitere angsteinflößende Momente sorgte Kristof Hahn von den Swans an der Lap Steel. Es ist eine sehr herausfordernde Arbeit geworden, die man besser in guter Stimmung konsumiert.

Dabei ist das Album sehr detailliert und abwechslungsreich, lädt dazu ein, die Songs immer wieder neu zu untersuchen. Nach dem sehr intensiven und peitschenden „Sins“ gibt es kurz treibenden Neo Psych mit „Last Exit To Nowhere“.

Auf „The Death Of The Author“ pumpt der Bass, darüber irrlichtern Gitarren, Glas wird zerbrochen. Kurz aufbrausend, kehrt der Song rasch zum Reduzierten zurück.

Dankenswerterweise brechen die Balladen „Too Innocent To Be True“ und „This Anaesthetised World“ die Szenerie auf, letzterer Track zieht uns aber im Abgang mit Störgeräuschen wieder hinunter.

„I Can’t Resist“ fällt sogar wunderbar melodisch aus, treibt gut an. Beachtlich ist das Doppelstück „Blind“, das im ersten Teil sehr dicht und deprimierend ist, dann in schnellen Psych Rock umschwenkt.

Fazit: Fantastisches Werk.

8.5

8.5/10
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