Review: The Third Sound – All Tomorrow’s Shadows

Ein Isländer mischt düsteren Psych mit endlosem Drift. Funktioniert recht gut.

Hákon Aðalsteinsson ist der Kopf von The Third Sound. Als Isländer pflegt er die dortige Psych-Schule des düsteren, tief gesungenen Psych Rock, die von Singapore Sling geprägt wurde. Dort war Aðalsteinsson auch mal dabei. Jetzt ist er beim Brian Jonestown Massacre angestellt und deren endloser Psych fließt ebenfalls bei The Third Sound ein.

Für die neue Platte, „All Tomorrow’s Shadows“ (Fuzz Club Records), konnte Aðalsteinsson sogar BJM-Frontman Anton Newcombe gewinnen. Der vorliegende Release ist bereits die vierte Veröffentlichung und sie zeigt den Sound gut gereift.

Wie man am Albumtitel ablesen kann, dienen The Velvet Underground als Vorbild. Der Sound ist dann auch sehr düster und verloren driftend. Die Atmosphäre ist dicht, selbst wenn die Instrumentierung mal reduzierter ausfällt.
Herzstück der Platte ist das 6:30 Minuten lange „Half Alive“, das mit seinem repetitiven Ansatz einen Sog entwickelt, der immer stärker zupackt. Zuvor gibt es mit „Nine Miles Below“ und „New Messiah“ straighten Psych Rock zum Mitwippen.

Das fuzzy „No Exit On The Edge“ lässt dann etwas Endzeit-Western-Stimmung aufkommen. Auf „We’ll Be Together“ zieht eine Orgel den Song ins Mystische. Bei der Schlussnummer „Photographs“ singt dann Newcombe über treibenden und wuchtigen Psych.

Fazit: Sehr gute Psych-Platte, die nicht viel Neues macht, aber dennoch alles gut.

7.6

Fazit

7.6/10