Review: The Silence – Metaphysical Feedback

Die Japaner kehren mit ihrem Prog-Folk zurück. Tradition trifft auf Classic Rock und Free Jazz.

Zwischen zwei The Silence-Alben legt Bandleader Masaki Batoh gerne Soloarbeiten. Nach dem 2016er „Nine Suns, One Morning“ erholte sich Batoh mit dem schönen und reduzierten „Nowhere“.

Nun ist es wieder an der Zeit für The Silence. „Metaphysical Feedback“ (Drag City) gibt sich forsch und aufrührend wie eh und je, beherbergt aber auch wundervollen Folk. Es ist Prog Folk, gefördert in Japan, geschliffen von amerikanischer Songwriting-Kultur.

Die Orgel ist beinahe verstummt, nachdem Kazuo Ogino, der damals noch mit Batoh beim The Silence-Vorgänger Ghost spielte, die Band verließ. Hier und dort ist sie noch zu hören. Dieses Element geht uns leider etwas ab.

So gibt es aber mehr Raum für die Flöte, die ruhige Nummern trägt. Wie etwa das eröffnende „Sarabande“, das gemütlich dahingleitet. Ab der Hälfte mischt sich kurz Rock’n’Roll ein, doch schnell ebbt er wieder ab.

„Freedom“ stampft schwermütig dahin, zerfasert dann jazzig, ein anderes Mal bluesig. „Tautology“ ist Free Jazz, den ein Baritonsaxophon antreibt. Dazu gibt es eine kreischende Gitarre.

In der Folge dürfen wir uns erholen. „Yokushurui“ fließt besonders angenehm. Gegen Ende paart sich auf „The Crystal World“ eine Classic-Rock-Gitarre mit der Flöte.

Fazit: Spannend.

7.9

7.9/10
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