Review: The Shivas – Dark Thoughts

Guter, alter Rock’n’Roll, räudig genug, immer cool und oft wunderschön.

Seit Beginn an zusammen, sind The Shivas zu einer Einheit gewachsen. Jared Molyneux, Eric Shanafelt und Kristin Leonard haben bisher fünf Alben zusammen eingespielt und dabei ihren Rock’n’Roll mal räudiger (2014 auf „You Know What To Do“), dann wieder verträumter (2016 auf „Better Off Dead“) angelegt.

2017 stieß Jeff Boyardee als weiterer Gitarrist zu der Band. Mit ihm spielten sie ihr neues Album „Dark Thoughts“ (Tender Loving Empire) ein. Durch die personelle Erweiterung liegt es auf der Hand, dass der Sound differenzierter daherkommt und in der Breite dichter ist.

Sie seien nun erwachsen, berichten The Shivas. Dennoch legt man auf „Dark Thoughts“ nichts von dem Wilden ab, dass sie bisher auszeichnete. „Gloria“ ist eine wahnsinnig coole Rock’n’Roll-Nummer, die genau das richtige Maß an Rohheit besitzt. Ebenso „Sometimes II“.

Hektisch wird es auf „Can’t Relax“, psychedelisch auf „Feels Surreal“. Doch gerade die reifen Harmonien stechen hier heraus. Die Band aus Portland klingt stellenweise wie eine räudigere Version von The Mamas and The Papas, besonders auf „Over & Over“.

Melodisches, „Ba Ba Ba“-Shouts, Schunkelndes, Handclaps, man bedient sich bei den Grundsätzen des Rock’n’Roll. Es ist alles da und das wunderbar ausgearbeitet.

„If You See Me“ bittet uns zum Engtanz, „I Want You“ macht Ernst. Schön auch das eher zurückhaltende Ende mit „It’s All In Your Head“ und „Can You Feel It Too?“.

Fazit: Herrlich!

8.9

8.9/10
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