Review: The She’s – all female rock and roll quartet

Sie haben Angst, langjährige Fans mit dem neuen Album zu vergraulen, sagen The She’s. Dieser Furcht muss man widersprechen.

The She’s haben ihr neues Album „all female rock and roll quartet“ (Empty Cellar Records) selbst produziert und sich dabei etwas Hilfe von Merrill Garbus von den tUne-Yards geholt. Diese Band zitieren sie auch als großen Einfluss für ihre zweite Platte. Zudem werden noch Sleater-Kinney genannt und damit wäre ungefähr der Sound eingegrenzt.

The She’s bleiben bei ihrem catchy, leicht garagigen Power Pop, fügen aber mehr schräge Nuancen hinzu und legen auch einige Songs ruhiger sowie dichter an. „Holly“ arbeitet zum Beispiel mit einem zurückhaltenden Groove, während „Sick“ zart angelegt ist.

Neben den bekannten Strukturen sind die Kalifornierinnen zeitweise slackernder unterwegs, wie etwa auf „Ashes“. Mit „Local Favorite All Female Garage Rock Quartet“, einem eiernden Instrumental Track, wird das Universum noch um ein paar Experimente erweitert.

Ohrwürmer gibt es mit „Death Dreams“ und „Heartache“ gleich zu Beginn. Damit sollten auch die Fans der alten Veröffentlichungen versöhnt sein.

Fazit: Sehr ambitionierte und gut ausgearbeitet Power-Pop-Garage-Platte.