Review: The Paranoyds – Carnage Bargain

Die LA Punks haben etwas übrig für Kitsch, New Wave, Trash und große Songs.

Dass das mit The Paranoyds etwas werden könnte, zeigte 2017 die „Eat Your Own“-EP. Noch etwas rumpelig, versteckte sich hier großartiger Noise-Punk mit Psych-Momenten.

Das Debütalbum beweist nun: Aus The Paranoyds ist etwas Großes geworden. „Carnage Bargain“ (Suicide Squeeze) ist eine fantastische Sammlung geworden, die über zehn Songs diverseste Einflüsse in einen Topf wirft und dann mit einem Schulterzucken serviert.

Der eckige Punk wurde etwas geglättet, die Produktion verbessert und der Hang zum Kitsch eingeführt. Das Augenzwinkern beherrschen die Kalifornier weiterhin perfekt.

Wir können vor  allem Hits schreiben, wissen das, machen uns darüber lustig. Das Quartett webt Pop in ihren Punk ein, ohne dass es zu aufdringlich klingt. Der Titeltrack ist catchy, mit liebenswerten Hooks, aber nie peinlich.

Ebenso „Courtney“, das die Orgel in den Vordergrund rückt, diese aber eiern lässt. „Ratboy“ ist eingängig, sonnig und absurd cool.

Doch da gibt es noch viel mehr. Gerne unterbrechen The Paranoyds ihre lockeren Nummern mit fetten Groove-Parts, wie auf „Egg Salad“, oder ziehen plötzlich das Tempo an.

Dann wird es krautig mit „Hungry Sam“ oder krachend mit „Laundry“. Der Vergangenheit wird mit „Bear“ von der „Eat Your Own“-EP gewürdigt. Hier sind wir plötzlich mitten in einem Psych-Rocker mit Stoner-Tendenz.

Soviel drin, alles super. Und dann gibt es mit „Girlfriend Degree“ modernisierte Kinks und den Song der Saison.

Fazit: Bleibt kleben.

9.1

9.1/10
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