Review: The Obsessed – Sacred

Die Stoner-Legenden kehren mit dem ersten Album nach 23 Jahren zurück. Was haben The Obsessed heute noch zu sagen?

The Obsessed sind eine von denen Bands, die von Musikern oft zitiert, vom gemeinen Metal-Fan aber kaum wahrgenommen werden. Ende der 1970er nahmen sie den Sound von Black Sabbath, machten ihn druckvoller, düsterer und wütender und erschufen damit Doom mit Ausläufern in Richtung Stoner. Treibende Kraft hinter dem Projekt war Scott „Wino“ Weinrich. Sprunghaft wie er ist löste er The Obsessed auf, startete die Band neu, um sie dann wieder zu begraben.

„Winos“ Einfluss auf Metal strahlt hell, als weitere Nennung muss hier der Name Saint Vitus fallen, eine für den Stoner Rock maßgebliche Band. Jetzt hat er The Obsessed zurückgeholt und gar eine neue Platte veröffentlicht. „Sacred“ kommt via Relapse Records und außer „Wino“ ist keines der früheren Mitglieder mehr dabei.

„Sodden Jackal“ bietet einen glorreichen Einstieg in das Album. Es ist eine schleichende Doom-Nummer mit ordentlich Düsternis im Rücken. So einen Song kriegt wohl nur „Wino“ hin. „Punk Crusher“ zeigt dann: Doom ist nicht mehr so, klassisch ist besser. Die Double-Bass wird ausgepackt, Classic-Rock-Soli rausgehauen. Dennoch eine starke, Motörhead-artige Nummer.

„Sacred“ ist toller Stoner und zeigt „Winos“ Qualitäten einen Song zu dehnen. Danach ist Schluss mit Tradition, der Rest des Albums ist leider wenig aufregend und lehnt sich an beliebige Metal-Veröffentlichungen an. Das heißt aber: Schlecht ist das nicht, nur von The Obsessed hätte man mehr erwartet.

Fazit: Zwei gute Songs, ein brauchbarer, der Rest ist leider wenig berauschend. Dennoch ein grundsolides Metal-Album.

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