Review: The Nude Party – Midnight Manor

Garage Country zwischen schunkelnd und flott, die Vergangenheit stets im Rückspiegel.

Vor etwas mehr als zwei Jahren landeten The Nude Party mit ihrem Debütalbum einen Erfolg. Sie vereinten Country und Garage Rock, hatten etwas von Slackern, vermochten aber auch tolle Tanzmusik zu spielen. Jetzt ist mit „Midnight Manor“ (New West) die neue Platte da.

Die Band zog sich in die New Yorker Catskills zurück und sinnierte. Man verarbeitete die vergangenen Tourneen, neue Bekanntschaften, blickte zurück und nach vorn. So ist das Werk Aufarbeitung und Zukunftsplan zugleich.

Musikalisch bleibt sich The Nude Party treu. Sanft walzt der Country, scharfzüngig meldet sich der Rock. Das klingt nach Western, Sehnsucht, aber auch dunkle Seiten werden offenbart.

„Thirsty Drinking Blues“ schunkelt etwa im Delirium, während „Lonely Heather“ flott aufs Ganze geht. Schön, wie sich der Sixties Psych auf „Cure Is You“ mit Country verheiratet. Wundervoll, wie gefühlvoll „Shine Your Light“ die großen Gesten auspackt.

„Cities“ ist ein toller Rocker, während „Times Move On“ elegant dahintreibt. The Nude Party lassen den Aha-Moment, der noch das Debütalbum begleitete, verpuffen. Die neuen Songs treiben zwar in bekannten Gewässern, wir steigen aber gerne nochmal ins Boot.

Fazit: Noch nicht ausgelutscht.

8.5

8.5/10
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