Review: The Nude Party – dto.

Die Band aus North Carolina setzt sich zwischen Southern Rock und Garage Psych und liefert ein fantastisches Debüt ab.

Richard Linklater hat mit „Dazed and Confused“ und „Everybody Wants Some“ zwei richtig tolle, unpeinliche Party-Filme geschaffen. Den Soundtrack für einen dritten Teil könnten The Nude Party liefern. Beim Hören ihres Debütalbums, welches via New West Records erscheint, fühlt man sich permanent mittendrin in einer wilden Feier.

Der Alkohol fließt, die Menschen sind euphorisch, dort knutschen zwei. Und irgendwann geht die Sonne auf und alle blicken wehmütig auf die vergangene Nacht zurück.

The Nude Party stammen aus North Carolina und bestehen aus sechs Mitgliedern. Ein sehr umfangreiches Line-Up, das einen sehr nuancierten Sound zwischen CCR und Garage Psych zusammenbringt. Hier eine Orgel-Linie, dort eine Pedal Steel, ein paar Handclaps noch dazu. Klingt alles cool, ist immer mitreißend.

Sie verbreiten permanent gute Laune. Nur das zurückhaltende „Records“ und der verlorene Desert Psych auf dem instrumentalen Schlussstück „Charlie’s Sheep“ fallen etwas aus dem Rahmen. Ansonsten Vollgas, aber lässig Vollgas.

„Water On Mars“ zaubert sofort mit sonnigen Sixties Psych ein Grinsen aufs Gesicht. Weiter geht es mit beschwingtem Southern Rock auf „Feels Alright“ und Road Trip-Country auf „Chevrolet Van“.

„Paper Trail (Money)“ ist großartiger Garage Surf. Auf „War is coming“ schiebt sich die Orgel angenehm nach vorne. „Gringo Che“ ist unheimlich cool, „Wild Coyote“ fantastisch staubig.

Fazit: Erstaunliches Debüt.

8.8

Fazit

8.8/10