Review: The Myrrors – Borderlands

Das Ritual geht weiter. The Myrrors entführen uns in die Welt hinter der verbotenen Tür.

Kaum eine Band vermag den Zuhörer derart in Trance zu versetzen, wie The Myrrors. Auf „Borderlands“ (Beyond is Beyond) feiert die Band aus Arizona nun ihr viertes Ritual. Es ist das bisher intensivste.

Erneut fahren Nik Rayne und Grant Beyschau eine ganze Galaxie an Instrumenten auf. Zudem steuert Miguel Urbina mit seiner Viola Akzente bei, übernimmt teilweise gar ganz die Führung. The Myrrors gelingt es so, jeden Song eine andere Richtung mitzugeben. Es ist halt nicht nur Gitarre, Bass, Schlagzeug sondern Gitarre, Bass, Schlagzeug, Piano, Flöte, Harmonium, Saxofon etc.

Nach dem verstörenden Intro geht es mit „The Blood That Runs The Border“ sehr gemütlich weiter. Der Track zieht sich endlos und führt allmählich in diesen schwebenden Zustand. Auf „Formaciones Rojas“ dominiert die ungestüme Viola. Dahinter breitet sich tropisches Feeling aus.

„Biznagas“ ist meditativ, dennoch zwingend. Wir spüren Einflüsse aus dem Nahen Osten. Insgesamt eine sehr starke Nummer. „Call For Unity“ ist ein Impro-Stück, das dem Saxofon viel Raum gibt.

Mit „Note From The Underground“ sind wir bereits am Ende der Platte angelangt. Noch nicht ganz, denn es liegen noch 20 Minuten vor uns. Nun sind wir vollständig verloren, treiben dahin und lassen uns fallen.

Fazit: Fremde Welten, unerhörte Sounds, wundervolles Album.

8.1

Fazit

8.1/10