Review: The Murlocs – Old Locomotive

The Murlocs vergraben sich auf ihrem dritten Album etwas tiefer im Blues.

Ambrose Kenny-Smith und Cook Craig schrauben bei King Gizzard & The Lizard Wizard an irren Psych-Platten. Das Nebenprojekt The Murlocs scheinen sie dazu zu nutzen, etwas die Sau rauszulassen. Der Sound der Band ist sehr viel straighter und weniger verschnörkelt. Auch bei The Murlocs steht groß „Psych“ darüber, allerdings geht es hier mehr in Richtung Sixties und Prog-Anleihen werden vermieden.

Auf dem neuen Werk „Old Locomotive“ (Flightless) hat sich zudem der Blues-Anteil etwas erhöht. Die gesamte Platte klingt etwas erdiger als die Vorgänger. Die Mundharmonika war zwar schon immer bei den Murlocs da, auf dem neuen Album klingt sie aber noch etwas mehr nach Sex. Vergleiche mit The Heavy und Little Barrie bieten sich an, also zwei sehr tanzbaren, souligen Bands.

Der Titeltrack ist auch gleichzeitig der Einstieg ins Album. Eine unverschämte Orgel bietet das Grundgerüst für einen knackigen Rocker. „Empty Nester“ ist dann zurückhaltender und psychiger, während „Noble Soldier“ fast schon Feel-Good-Sounds verbreitet. Schon nach den ersten drei Songs wird die Varianz offenbar. Alle Spielarten des Retro-Psych werden hier ausgepackt.

Mal ist der Song etwas groovender und souliger („Violent Dreams“), dann folkiger („Far From Fine“). Garage Punk („Oblivion“) und Country („Household Hermit“) werden ebenfalls angeschnitten.

 

Fazit: Eine sehr abwechslungsreiche, pushende und schmutzige Platte. Toller Blues-Psych ohne viel Make-Up.

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