Review: The Murlocs – Manic Candid Episode

Die Australier haben sich für ihr viertes Album den Staub abgewaschen.

The Murlocs haben Soul. Zuletzt nachzuhören auf dem 2017er „Old Locomotive“. Da rumpelt und scheppert es, Blues wird beigemischt, das Herzblut ist dick. Mit der insgesamt vierten Platte „Manic Candid Episode“ (Flightless) erheben sich die Australier aus dem Staub.

Strahlend weicher Sixties Psych dominiert nun. Das Tempo ist dabei zumeist weiterhin hoch, auf einigen Stücken wird aber deutlich reduzierter zu Werke gegangen. Aufgenommen wurde zusammen mit King Gizzard & The Lizard Wizard-Frontman Stu Mackenzie. Er traf auf seine Kollegen Ambrose Kenny-Smith und Cook Craig, die bei The Murlocs für Percussion bzw. Bass zuständig ist.

Der Sound ist sehr viel nuancierter und klarer als beim Vorgänger. Es gibt sogar Raum für Folkiges, wie etwa bei der fantastischen Nummer „Comfort Zone“. Melancholie darf ebenso sein, nachzuhören auf „Samsara Maya“.

Die Platte eröffnet mit euphorischem, coolem Psych Rock mit Blues. „Withstand“ ist stampfend, der Titeltrack schunkelnd. Bevor es zu eintönig wird, kommt eben „Comfort Zone“ und dreht die gesamte Platte auf links.

Erst gegen Ende kommt man mit dem fuzzy „What If“ und dem lauten „My Compromise“ zurück zum Hymnischen.

Fazit: So warm wie die ersten Sonnenstrahlen nach einem langen Winter.

8.5

8.5/10
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