Review: The Men – Mercy

Die New Yorker machen auch auf dem achten Album das, worauf sie gerade Lust haben.

Das sich stets wandelnde Gerüst hinter The Men ist stabil geblieben. „Mercy“ (Sacred Bones) ist das dritte Album in Folge, das ohne Lineup-Wechsel auskam. Was tun mit der neu gewonnenen Kontinuität? Grenzen ausloten, wie immer.

Genres bedeuten gar nichts. Wir spielen alles, auf was wir Bock haben, rufen die New Yorker. Das insgesamt achte Werk bietet konsequenterweise sieben, sich komplett unterscheidende Songs.

Dabei war es nie spannender, eine The Men-Platte zu hören. Nicht die Detektivarbeit zählt. Man möchte eben nicht wissen, was hinter der letzten Ecke lauert. Das hat man mit dem 2018er „Drift“ bereits erledigt. Jetzt gilt es, sich zu entspannen und die Eindrücke einprasseln zu lassen.

Gehen wir es durch. „Cool Water“ eröffnet mit driftendem Country Rock. Das können sie perfekt, das wissen wir. Danach folgt das zehn Minuten lange „Wading in Dirty Water“. Es ist ein leidenschaftlicher Psych-Blues-Jam, der uns ordentlich durchschüttelt.

Als Entspannung folgt die Piano-Ballade „Fallin‘ Thru“. Dann wird es Zeit für einen Hit. „Children All Over the World“ ist reiner Classic Rock mit Synthie-Linie. Zündet sofort, ist fantastisch.

„Call the Dr.“ galoppiert uns davon, „Breeze“ holt uns mit dicken Riffs und hartem Garage Rock ab. Der Titeltrack schließt das Album gefühlvoll und reduziert.

Fazit: Perfektion in Reinkultur.

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