Review: The Holydrug Couple – Hyper Super Mega

Das chilenische Psych-Rock-Duo feiert sein zehnjähriges Bestehen mit dem bisher poppigsten Album.

The Holydrug Couple hat in neues Equipment investiert. Zudem vergruben sich die Chilenen in die Pop-Musik der 1960er und 1970er. Zwei wichtige Komponenten, die „Hyper Super Mega“ (Sacred Bones Records) zu dem machen, was es ist.

Zehn Jahre nach Gründung wollten sich Sepúlveda Minho und Manuel Parra von ihrem LoFi-Bastelansatz entfernen. Neue Synthies wurden erstanden, dazu gab es High-End-Mikrofone. Das Ergebnis klingt so gut wie noch nie, wenn auch der Bedroom-Pop-Charme immer noch da ist.

Sehr poppig ist die Platte geraten. Das Duo gibt an, von The Beach Boys oder Fleetwood Mac inspiriert worden zu sein. The Flaming Lips könnte man auch noch dazu zählen, denn die Fülle an Sounds, die die Pop-Songs ummanteln, ergibt eine Galaxie.

Gleich die verschwurbelte Einstiegsnummer, die so heißt wie die Platte, driftet ins Weltall ab, hält uns aber mit einer verzaubernden Melodie am Boden. „Waterfalls“, „Forever End“ und „Ikebana Telephone Line“ bilden ein Trio, das ein Lächeln hervorzaubert.

„Lucifer’s Coat“ gerät etwas mysteriöser und arbeitet mit Horror-Melodien. Es ist instrumental gehalten, wie auch das funky „Chevalier“ und das experimentelle „Western Shade“. Es sind nette Denkpausen.

„Easy“ ist wunderbar fluffig, die Abschlussnummer „Mercury Lake“ angenehm verhuscht.

Fazit: Ein Album zum Liebhaben.

8.2

Fazit

8.2/10