Review: The Growlers – Natural Affair

Die letzten Kratzer sind herauspoliert, die Oberfläche glänzt, nun ist der Tanzboden bereit.

In Wahrheit haben The Growlers ja schon immer sehr gefälligen, eingängigen Garage Rock gespielt. Lange Zeit ließen sie ihn aber unter Staub und Schmutz. Julian Casablancas war es schließlich, der sich mit den Kaliforniern aufmachte, durchzufegen.

Das 2016er „City Club“ hatte dann viel von The Strokes, aber das hatten The Growlers vorher eigentlich auch schon. Dennoch fühlte man sich offenbar nicht mehr ganz als sich selbst, denn für den Nachfolger, das insgesamt sechste Album, „Natural Affair“ (Beach Goth Records and Tapes) nahmen sie das Heft selbst in die Hand.

Nicht ganz, muss man zugeben: Kyle Mullarky (Allah-Las), Ivan Wayman (The War on Drugs) und Dave Cerminara (HEALTH) assistierten. Im Grunde konzentrierte man sich aber auf sich selbst, schaute nach innen, trug die Kämpfe untereinander aus.

Arg hitzig scheint es nicht zugegangen zu sein, denn wir erhalten mit „Natural Affair“ eine Indie Rock-Platte für gute Zeiten. Da sind schöne Lieder drauf, die man sich immer auflegen kann. Stört nicht, lässt aber nicht kalt.

Herausragend sind die funky Momente. Gleich der Titeltrack eröffnet mit einem packenden Rhythmus, der uns in die Disco treibt. Ein Hit ist dann „Social Man“, ein sensationell cooles Garage Disco-Stück.

Vorsicht vor dem Kitsch, der versteckt sich hier und dort. Kann aber auch schräg auftreten, wie auf dem zurückhaltenden „Shadow Woman“, das uns mit Tropical auf dem falschen Fuß erwischt.

Fazit: Die Überraschungen sind gelungen.

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