Review: The Fresh & Onlys – Wolf Lie Down

Rückkehr oder Neustart? The Fresh & Onlys klingen auf ihrem sechsten Album reduzierter denn je.

Für ihre sechste Platte sind The Fresh & Onlys auf ein Duo geschrumpft. Wobei dies zu relativieren ist, da einige ehemalige Mitstreiter in der Produktion von „Wolf Lie Down“ (Sinderlyn Records) involviert waren. So haben sich Tim Cohen und Wymond Miles von Shayde Sartin, Kyle Gibson, James Kim sowie Tourmitglied James Barone auf ein paar Tracks begleiten lassen. Vor allem bei den dichteren Songs dürfte dies der Fall gewesen sein. Es überwiegen aber die reduzierten Sounds und so fühlt sich das Album leicht untypisch an. Es braucht ein paar Durchgänge, bis es sich erschließt. Auch weil „Wolf Lie Down“ sehr nuanciert ist.

Bei dem sechsminütigen „One of a Kind“ sind etwa sehr viele, wenn auch hauchdünne, Schichten aufgetragen. Dazu erscheint der Gesang von Cohen sehr dominant, was etwa „Qualm of Innocence“ fast schon bedrückend wirken lässt.

The Fresh & Onlys hatten auf dem Durchbruchalbum „Play It Strange“ (In The Red) eine galoppierende Wall of Sound, die im Laufe der Zeit verloren gegangen ist. Auf „Wolf Lie Down“ findet man sie noch beim Titeltrack sowie bei „Dancing Chair“. Produziert haben die Garage-Legenden Kelley Stoltz und Greg Ashley. Kanten gibt es dafür sehr wenig, bei „Impossible Man“ sind diese noch am dominantesten.

Auch die Western-Stimmung wird lediglich bei „Becomings“ deutlich aufgegriffen. Ansonsten gibt es sehr viel Luft zum Atmen.

Fazit: Das Album ist nicht mal so eben wegkonsumiert. Das muss sich erst langsam entwicklen und dann ist das auch gut.

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