Review: The Flaming Lips – King’s Mouth

Das 15. Album der Psych-Band ist Teil einer Kunstinstallation. Die Musik wird fühlbar und nimmt den Körper in Besitz.

Ursprünglich war die Musik, die jetzt als„King’s Mouth“ (Warner) weltweit erscheint, die Audiokomponente einer Installation von Flaming Lips-Frontman Wayne Coyne. Man kann sich hierbei in den Mund des Königs begeben, wird dann beschallt und von einer Lichtshow verzaubert.

Dann entschied man sich, die Musik auf Platte zu pressen und sie zum Record Store Day zu veröffentlichen. Ein paar Monate später kommt es jetzt zum globalen Release.

Das 15. Album der Band aus Oklahoma heftet sich direkt an das 2017er „Ozcy Mlody“ und die experimentelleren Arbeiten ab „Heady Fwends“. Es ist wundervoller Pop Rock, der mit Verfremdungen und Elektronik zu einem psychedelischen Erlebnis umgebaut wird.

Mick Jones, legendärer Lead-Gitarrist von The Clash, führt als Erzähler durch das Album. Verspielten, dekonstruierten Tracks stehen tolle Nummern zur Seite. Wir sehen erneut ein, warum The Flaming Lips auch über 35 Jahre nach der Gründung noch zu den Genre-Größen gezählt werden müssen.

Fantastisch, wie sich beim reduziert verträumten „The Sparrow“ plötzlich ein entspannter Beat hereinschraubt. Oder wie seltsam, doch verzaubernd „How Many Times“ ist.

„Electric Fire“ ist sehr elektronisch, flirrt, stampft dann episch. In der zweiten Hälfte wird die Stimmung etwas düsterer. Chorale Gesänge legen sich bei „Funeral Parade“ auf einen Marsch. „Feedaloodum Beedle Dot“ scheppert gewaltig.

Gegen Ende wird es wieder klassisch. „Mouth Of The King“ und „How Can A Head“ lassen Konfetti regnen.

Fazit: Immer noch unerreicht.

8.3

8.3/10
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