Review: The Evil Usses – MUCK

Auf ihrer neuen EP schickt dich die Psych-Jazz-Band aus Bristol aufgewühlt ins Bett.

Mit dem letztjährigen „Amateur Pro Wrestling“ etablierte The Evil Usses den Begriff Psychedelic Jazz. Gerne entspannt unterwegs, spielten sie abgefahrenen Sound mit einem hohen Improfaktor. Dies setzen sie auf der neuen EP, „MUCK“ (Stolen Body Records), fort.

Allerdings ist das Mini-Album bedeutend hektischer und spaciger geworden. Mehr Synthie, mehr Fuzz-Gitarre, schräge Arrangements, den Hörgenuss etwas auf die Probe stellend. Auf „Wellard J. Fowler“ haben sich offenbar 8-Bit-Sounds im Prog-Psych-Flow eingenistet.

The Evil Usses sind rein instrumental unterwegs, Gesang würde die Stücke vermutlich zerstören. Denn Nuancen wollen wahrgenommen werden, die Instrumente sollen sich entfalten. Auf „Grouse“ durchlaufen wir etwa verschiedene Phasen, die alle eine eigene Klangfarbe haben.

„Wowtown“ ist ein spaciger Jam, sehr zwingend und schräg zugleich. „American Cocker“ ist vielleicht schon eine Spur zu experimentell, dafür gerät „Joolie“ etwas entspannter. „Elron“ wühlt noch einmal richtig auf und verwendet Noise Rock-Patterns.

Dafür wird man mit „The Music Of Sleep“ sanft hinausbegleitet. Der Titel besagt es schon: Einschlafmusik. Die hat man nach den herausfordernden Minuten zuvor auch dringend nötig.

Fazit: Psych Jazz, mit sehr viel Freude am Experiment.

7.3

Fazit

7.3/10