Review: The Dream Syndicate – How Did I Find Myself Here?

The Dream Syndicate legten ein Comeback hin, das nicht allzu viel Staub aufwirbelte. Jetzt haben sie das erste Album seit 29 Jahren veröffentlicht.

The Dream Syndicate gehören zu den Bands, die einen ungemeinen Einfluss auf eine Stilrichtung hatten, selbst aber nie zu Erfolg gelangten. Mitte der 1980er waren sie Teil des Paisley Underground, der Classic Rock und Punk verheiratete und schlußendlich den Neo-Psych einleitete. Bands wie die Alla-Lahs beziehen sich noch heute auf diesen Sound.

29 Jahre nach ihrem letzten Album sind The Dream Syndicate nun mit „How Did I Find Myself Here?“ (Anti) zurück. Von den Gründungsmitgliedern sind noch Bandleader Steve Wynn und Drummer Dennis Duck mit dabei. Viel Zeit ist vergangen und ihr revolutionärer Sound hat sich dem heutigen Standard angeglichen. Früher noch mehr dem Post Punk verschrieben und wild, gibt es jetzt verträumten Neo-Psych. Einst klare Strukturen werden nun mit unzähligen Layern belagert.

„Filter Me Through You“ ist sehr sonnig und schiebt sich behäbig durch die Boxen. Das klingt alles sehr modern und nicht nach Revival. Nur ordnen sie sich damit in die lange Reihe junger Bands ein, die eben diesen Sound als Basis nehmen und dennoch etwas ausprobieren.

Experimente findet man lediglich auf dem elfminütigen Titeltrack, der aber ein wenig inspirierter Jam ist. Ansonsten regieren die Träumereien. Wuchtig wird es lediglich mit „Out of My Head“, das sehr an die Black Angels erinnert. Zudem gibt es mit „80 West“ und „The Circle“ punkigere Songs.

Fazit: Ein nettes Comeback-Album, das aber auch nicht mehr als nett ist. Es fehlt etwas an Wagnissen und Ideen.

 

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