Review: The Dead Space – Chlorine Sleep

Das Trio aus Austin hatte sich vor der Auflösung für den Noise Rock-Weg entschieden. Sechs Jahre später können wir das nun nachhören.

2014 hatten The Dead Space „Faker“, ihr bisher einziges Album veröffentlicht. Da hörten wir etwas Joy Division mit einer Spur Noise Rock heraus. Nach dem Release war dann bald Schluss mit der Band.

Doch kurz vor der Auflösung hatte sich das Trio noch einmal im Studio getroffen und eine ganze Platte eingespielt. Sechs Jahre später erhalten wir diese nun als „Chlorine Sleep“ (12XU).

„I can’t do this anymore“ heißt es auf dem wütenden „Cooked Books“. Ein abschließendes Statement, vorerst, denn The Dead Space wollen sich wieder zusammenraufen, auf die Bühne und womöglich sogar ins Studio zurückkehren.

Bis dahin erfreuen wir uns an „Chlorine Sleep“, ein wirklich tolles Album. Es entfernt sich vom Post Punk und holt den Noise stärker nach vorne. Nicht durchgängig, denn auf „Never Close“ und dem Titeltrack ist man dann doch eher wieder bei Joy Division und insgesamt Art Rock.

Die kraftvollen Nummern machen dieses Album aber so gut. „La La Man“ etwa oder das eindringliche „No Harvest“. Sie wissen um Pausen und Spannungsbögen, haben uns immer nah bei sich. Und einen guten Groove zermatschen können sie auch, wie etwa auf „Animal“.

Bleibt nur die Frage, ob The Dead Space damals an der Neuausrichtung zerbrochen sind und welcher Sound uns jetzt erwartet. Es bleibt spannend.

Fazit: Jetzt wieder voll angreifen.

The Dead Space - Chlorine Sleep

8.4

8.4/10
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