Review: The Callas with Lee Ranaldo – Trouble and Desire

Die neue Platte der Griechen hat drei Köpfe und einer davon gehört dem ehemaligen Sonic Youth-Gitarristen.

Die Post-Punk-Psych-Band The Callas und der ehemalige Sonic Youth-Gitarrist Lee Ranaldo haben offenbar die richtige Chemie miteinander. Sie arbeiteten bereits zusammen am Soundtrack zum The Callas-Film „The Great Eastern“. Nun wurde diese Kooperation auf einen Longplayer ausgeweitet.

Wobei man sagen muss, auf einen halben Longplayer. Denn Ranaldo ist nur bei sieben der 14 Tracks auf „Trouble And Desire“ (Inner Ear / Dirty Water) beteiligt. Und dies sind sehr knappe, experimentelle Stücke, die ebenfalls an einen Filmscore erinnern.

Drumherum um die „Octopus“-Stücke gibt es zwei verschiedene Stile. Die englischen Stücke nähern sich eher von der punkigen Seite, während die griechischen Nummern meist mystischen Psych Rock anbieten.

Die Platte ist somit etwas zerrissen. Ein richtiger Flow will sich nicht einstellen, Grundstimmungen werden aufgebaut und stürzen dann zu schnell wieder ein.

„The Magic Fruit of Strangeness“ ist antreibend und düster. Der Titeltrack dafür umso punkiger und schon sehr nahe am Sonic Youth-Sound. „Μελανιά“ lebt von seinen stoischen Trommeln.

Fazit: Ein Gemischtwarenladen mit ein paar Leckerbissen.

7.2

Fazit

7.2/10