Review: The Buttertones – Midnight in a Moonless Dream

Von Trash Surf zu düsterem Indie Rock: Die Kalifornier verändern ihren Sound für das vierte Album.

The Buttertones waren bisher im Bereich Surf unterwegs und schreckten auch nicht vor Rockabilly-Einflüssen zurück. Ihre Songs waren oft eine wilde Party, eher wenig ernst und mit hohem Tempo ausgestattet. Dies ändert sich nun mit dem vierten Album.

Für „Midnight in a Moonless Dream“ (Innovative Leisure) wählten sie sowohl soundtechnisch als auch lyrisch einen sehr düsteren Ansatz und starke Motive. Waren die vorhergehenden Werke sehr kalifornisch, fällt einem nun der zerstörerische New York-Sound ein, den zuletzt auch Interpol spielten.

Vom Surf ist wenig übrig. Die Songs sind eher schleppend, die Bläsersektion sorgt für Verlorenheit und treibt nicht mehr an. Richard Araiza singt tief und ergibt sich dem Wahnsinn. Eine sehr intensive Platte, die eher für Regentage passt.

Das verlorene „At The Dojo“ beginnt die Platte instrumental. Beim chaotischen „Baby C4“ haben wir noch eine Spur Rockabilly und beim Titeltrack etwas Surf. „Old Nick’s Still Got It“ ist galoppierend und zwingend.

Umso länger die Platte läuft, je deutlicher bewegen wir uns in Richtung Eighties. Mit „Jungle“ kommen die großen Gesten, „Darling, I Need Time But Don’t Really Know Why“ tendiert dann zum Soft Rock. „Brickhead“ ist sehr eingängig, „Eros“ symphonisch.

Fazit: Neuerfindung. Für manchen Fans eine geglückte, andere könnten enttäuscht sein.

7.3

Fazit

7.3/10