Review: The Buttertones – Jazzhound

Diese blöde Einsamkeit.

Für das 2018er „Midnight in a Moonless Dream“ haben The Buttertones ihren Sound verändert. Düsterer Indie Rock war angesagt, der frühere Surf blieb noch erahnbar.

Jazzhound“ (Innovative Leisure) begibt sich nun tiefer in die dunklen Ecken. Vor den Aufnahmen erkrankte Drummer Modesto „Cobi“ Cobiån an den Augen. Eine geplante Tour musste abgesagt werden.

Auf „Jazzhound“ geht es nun um die Gesundheit. Die Kalifornier begegnen dem Thema musikalisch erneut mit düsterem Indie Rock. Interpol kommen in den Sinn, vielleicht auch etwas, was auf den „Lost Highway“-Soundtrack gepasst hätte.

Cobiån spielte bei den Sessions Gitarre, übernahm den Platz von Dakota Boettcher. Die Drums sind nun unauffälliger, wischen im Hintergrund. Der Platz an vorderster Front gehört sowieso Sänger Richard Araiza, der sich zwischen Ian Curtis und Jim Morrison verausgabt, sich auf dem abschließenden Titeltrack in Ekstase begibt.

Die meisten Tracks sind gefälliger, schwelgerischer Indie Rock. Herauszuheben sind drei Stücke.

„Phantom Eyes“ enthält einen Seitenhieb zu Surf, legt verlorene Synthie-Flächen an. Sehr stimmungsvoll und ein guter Opener. Auch „Bepop“ hat wieder Surf, wirft kickende Bläser ein und wühlt ordentlich auf.

„Velour“ galoppiert derweil heran. Etwas Verruchtes bringt der Song mit sich. Und an einer anderen Stelle heißt es „Fuck Loneliness“. Können wir wohl alle unterschreiben.

Fazit: Oft okay, manchmal faszinierend.

7.6

7.6/10
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