Review: The Budos Band – V

Die Instrumental-Afrobeat-Psych-Band aus New York hat wieder einen Soundtrack für einen vergessen B-Movie der 1970er geschrieben.

The Budos Band sind auf so viele Arten retro. Ihr Sound klingt roh und analog, dennoch warm. Sie setzen auf fette Bläser, mischen Orgel und Hardrock-Riffs bei. Auch auf ihrem neuesten Werk „V“ (Daptone) klingen sie, als ob sie den Soundtrack für einen vergessenen B-Movie der 1970er schreiben würden.

Dabei handelt es sich um einen Film, den Jess Franco gemacht haben könnte. Sanfter Horror, schwülstig und verschwitzt, etwas sexy und doch wieder düster.

Stellenweise erinnert der Sound auch an den Ethiojazz von Mulatu Astatke, dann wieder scheinen Led Zeppelin durch, wie etwa zu Beginn des forschen „Old Engine Oil“, wenn die Gitarre cool schreddert.

Danach wird es gemächlicher, wobei die Bläser stets drücken. So übernimmt auf „The Enchanter“ eine mystische Orgel das Ruder, wird aber rasch von Trompeten übertönt.

„Spider Web, Pt. 1“ orientiert sich mehr in Richtung Afrobeat, „Ghost Talk“ taucht in düstere Gefilde ab. Rockig wird das dann wieder mit dem fantastischen „Arcane Rambler“. Auch super: Das Mariachi-Stück „Veil of Shadows“, das aus einer verlorenen Wüstenlandschaft stammt.

Fazit: Düsterer als vermutet, so gut wie immer.

8.3

8.3/10
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