Review: Tennis System – Lovesick

Die Band aus Los Angeles liefert ein kraftvolles Album zwischen Shoegaze, Noise Pop und Emo ab.

Fünf Jahre haben Tennis System seit ihrem letzten Album „Technicolor Blind“ verstreichen lassen. Die Zeit bis „Lovesick“ (Graveface) war geprägt von Verlusten.

Familienmitglieder gingen, Beziehungen lösten sich auf und Freunde verabschiedeten sich. Das Trio aus Los Angeles kanalisiert die schwierigen Zeiten in kraftvolle Songs, die eine neue, hoffnungsvollere Periode eröffnen sollen.

Da ist viel Energie in der Mischung aus Shoegaze, Noise Pop und Emo. Der Sound ist dicht, zupackend, gerne auch mal flächig, aber immer hochemotional.

„Shelf Life“ zerfällt nach energischem Beginn, kehrt aber immer wieder zu Noise zurück. „Cut“ enthält ein „Blue Monday“-Zitat, ist ansonsten aber harter Rock.

Das Tempo wird weiter angezogen, bis wir auf „Alone“ in Richtung Punk poltern, aber schnell vom Pop abgebremst werden. „Esoteric“ ist feinster Emo, wie auch „Turn“, das das Verhältnis zwischen laut und leise sehr gut abstimmen kann.

Das können sie eh sehr gut, Tennis System, Wucht und Ruhe miteinander kombinieren. Der Titeltrack zum Ende gilt hier als Meisterstück.

Fazit: Ein intensives Erlebnis.

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