Review: Temples – Volcano

Auf ihrer neuen Platte machen die Temples einen Schritt in eine andere Richtung. Möchten wir ihnen folgen?

Die Temples haben 2014 mit „Sun Structures“ ein vielbeachtestes Debüt vorgelegt. Darauf vereinen die Engländer wuchtigen Psych-Rock mit Space-Pop und zuckersüßen Melodien. Mit „Volcano“ ist jetzt das zweite Album via Heavenly erschienen.

Darauf stellen die Temples die Gitarren in den Hintergrund und lassen stattdessen allerlei elektronische Geräte die Songs dominieren. Ein bisschen erinnert die Platte an Tame Impala, aber auch Assoziationen mit 80ies-Synthie-Bands stellen sich ein.

Bestenfalls kann man behaupten, dass die originalen Beach Boys wohl so geklungen haben könnten, wären sie in den 2010er-Jahren aktiv geworden. „Volcano“ ist sehr ausgefeilt produziert, die Songs bestehen aus unzähligen Schichten, die dennoch Pop-Perlen durchschimmern lassen. Manchmal ist da etwas zu viel Mainstream, wie etwa bei „(I Want To Be Your) Mirror“ oder „Open Air“, das auch von The 1975 hätte sein können.

„Strange or be Forgotten“ ist sehr catchy und liebenswert, „Roman Godlike Man“ glamig, wenn auch ein wenig cheezy. Der Großteil der Nummern rauscht so durch, bietet Synthie-Flächen an, will aber nicht so recht zünden. Wahrscheinlich ein Grower.

Fazit: Liebhaber des Debüts werden sicher eine Eingewöhnungsphase brauchen. Wer seinen Psych eher elektronischer und poppiger möchte, greift hier zu.

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